PlayStation VR

19 October 2016 , Posted by Administrator


Hands-on mit einer neuen, revolutionären Spielerfahrung in der Virtuellen Realität


 


Endlich ist sie also da, die erste Virtual Reality Brille für die breite Masse, mit der der Spieler komplett ins Geschehen eintauchen kann. Schon seit den 1980er Jahren gab es erste Ideen für ein Headset, welches es dem Benutzer ermöglichen würde, Teil des Geschehens zu werden und nicht bloss auf einen viereckigen Bildschirm zu starren. Doch erst die Rechenpower der PS4 bot die technischen Möglichkeiten, diese Pläne in die Tat umzusetzen.

Seit einigen Jahren hat der Kinogänger sich ja an das 3D-Erlebnis von Spielfilmen gewöhnt. Die 3D-Revolution im Wohnzimmer fand jedoch nie statt, in erster Linie aus Mangel an entsprechenden TV-Sendern – und wer würde die Tagesschau schon in 3D sehen wollen…? 3D-Blu-rays waren und sind ein Nischenprodukt. Es gab auch einige PlayStation Games, die 3D-kompatibel waren, doch die Auflösung war mässig und der Erfolg inexistent.


 


Nun soll sich mit PlayStation VR also alles ändern – und zwar so richtig. Derzeit befinden sich über 160 Titel in der Entwicklungsphase, 50 davon sollen noch dieses Jahr erscheinen. Einige davon exklusiv für das PlayStation VR System. Doch lohnt sich die Anschaffung der PlayStation Kamera und des VR-Headsets überhaupt? Wir haben es getestet. Als erstes fällt einem die hochwertige Verarbeitung der VR-Brille auf. Sie sieht viel schwerer aus, als sie ist. Der Tragekomfort überrascht. Allerdings wird es unter der Brille auch ziemlich schnell warm und die Linsen können unter Umständen beschlagen.

Auch die Schärfe des Bildes ist bei weitem nicht mit einer 4K-Auflösung vergleichbar. Doch das vergisst man bald einmal, denn kaum hat man Brille und Kopfhörer aufgesetzt (das Headset ist in der Grösse anpassbar), ist man von der Aussenwelt abgeschottet. Im Falle von «Headmaster» steht man plötzlich mitten auf einem nächtlichen Fussballfeld, alles ist noch dunkel, über sich der Sternenhimmel. Man dreht den Kopf und egal wie schnell oder in welche Richtung, das Sichtfeld macht sämtliche Bewegungen mit! Vielleicht erinnert sich der eine oder andere Nutzer noch an das allererste Mal, als er einen Stereokopfhörer aufgesetzt und damit Musik gehört hat.

Dies hier ist in etwa damit vergleichbar, jedoch um einiges eindrücklicher. Das Sichtfeld ist jedoch nicht so gross, wie man es vielleicht erwarten würde. Und das Bild ist auch nicht viereckig, sondern oval. Komplett in einer anderen Welt steht man also nicht, man sieht immer noch, wo die Virtuelle Realität anfängt und wo sie aufhört.

Nun bekommt man von der Lautsprecherstimme im Stadion Anweisungen und schon kommen die ersten Fussbälle geflogen, die man intuitiv mit einer Kopfbewegung ins Tor befördert. Von Spiel zu Spiel sind die Ansprüche völlig unterschiedlich. Einige Spiele erfordern die Benutzung von zwei PlayStation Move Controllern, andere begnügen sich mit dem klassischen Controller und wieder andere werden bloss mit den Kopfbewegungen gesteuert. Dabei sehen die 9 blauen LEDs am Headset nicht bloss einfach cool aus, sie dienen dem System zum Tracken sämtlicher Bewegungen. Und das in Echtzeit! Eine technische Meisterleistung. Auch der Ton «bewegt» sich mit und ein eingebautes Mikro lässt einen mit Freunden sprechen, die irgendwo anders auf der Welt mit einem gemeinsam spielen.


 


Was aber ist mit den Gerüchten, dass dem Spieler schnell einmal schlecht wird, wenn er das Headset aufgesetzt hat? Nun… sie stimmen. Wer z.B. bei «Driveclub VR» ein paarmal zu schnell um eine Kurve gefahren ist, erfährt bald dasselbe flaue Gefühl im Magen, wie wenn er mit einem echten Auto auf einer Pass-Strasse herumkurvt. Doch hier ist Entwarnung angesagt…

Wenngleich einem anfangs noch schnell schwindlig oder übel wird, so gewöhnt sich das Gehirn bald einmal an die ungewohnte Situation, ähnlich wie auf einem Fischkutter. Anfangs spürt man da das Schwanken noch mehr als einem lieb ist, doch schon nach einigen Tagen hat man sich daran gewöhnt. Hier gilt also die Devise: Aller Anfang ist schwer, doch Übung macht den Meister. Und man muss ja nicht gleich mit den rasantesten Spielen in die VR-Welt einsteigen.


 


Fazit: Eigentlich verrückt, dass das so lange gedauert hat… Denn seit Spiele nicht mehr bloss von links nach rechts laufen und man nach Belieben kreuz und quer durchs Geschehen laufen kann, bietet sich das Erlebnis in der virtuellen 3D-Realität doch geradezu an. Nun ist es also endlich möglich und man darf wirklich gespannt sein, wie sehr sich diese völlig neue Art, Spiele zu spielen und zu erleben, durchsetzen wird. Mit der neuen PS4 Pro wird sogar noch mehr Rechenpower zur Verfügung stehen, so dass auch die Auflösung im Headset sich noch verbessern dürfte.

Wer PlayStation VR noch nicht kennt, muss es auf jeden Fall bald einmal ausprobieren!


 


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