Deception IV: The Nightmare Princess


Game details


Publisher:


Kagero: Another Princess

(original title)

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Genre: | | 17 July 2015

Mazeplace Rating: 3.0
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Ein Game, bei dem die Hauptfigur nicht selbst kämpfen kann? Unvorstellbar würden viele sagen. Und doch funktioniert «Deception IV: The Nightmare Princess» nach genau diesem Schema. Erfolgreich scheinbar, obwohl der Game-Serie bis anhin weniger Aufmerksamkeit zugekommen ist, als sie verdient hat.

Die Deception-Serie erfreut sich in der Gamer-Community hierzulande keinem grossen Bekanntheitsgrad, ist aber bei eingefleischten Fans sehr beliebt. Vielleicht in beiden Fällen aus dem gleichen Grund: die spezielle passive Kampf-Strategie. Wer seine Figur gerne selbst steuert, sich prügelt, die Messer wetzt und Waffen abfeuert, für den bietet «Deception» keine Spannung. Wer es kaum erwarten kann, das die ausgeklügelte Fallenkombination zuschnappt und den Gegner in die Knie zwingt, der landet hier einen Volltreffer. «The Nightmare Princess» ist die vierte Installation der Serie, naja eigentlich die fünfte, aber da es sich lediglich um eine Erweiterung des Titel «Deception IV: Blood Ties» handelt, der bereits auf der Playstation 3 erschienen ist, zählen wir das mal nicht so genau.

Wie es funktioniert ist einfach erklärt. Der Fein lauert an jeder Ecke, die Möglichkeit Fallen zu legen ist gross und man kann das Spiel quasi jederzeit pausieren, um entsprechend neue finstere Kombinationen auszuhecken. Sobald der Feind sich nähert, braucht man die Fallen lediglich zu aktivieren und der Rest ergibt sich von selbst. Ok, so einfach wie das jetzt klingt ist es natürlich nicht, die Gegner werden von Runde zu Runde ebenfalls einfallsreicher und intelligenter, Schauplätze und Szenarien genauso. Mit den durch die Kämpfe gesammelten Punkten kann man dafür weitere Fallen und Kräfte freischalten, ähnlich anderer Strategiespiele.

Soweit so gut. Was das Spiel schlussendlich so unterhaltsam macht ist die Bizarre Story und das ebenso unkonventionelle Konzept. Wer wollte nicht schonmal auf der bösen oder dunklen Seite stehen und die Gelegenheit haben, den Kampf auch wirklich zu gewinnen. Nicht eines dieser Spiele, bei denen man sich für den bösen Weg entscheidet aber am Ende alles doch gut ist. Anspruchsvolle Gamer werden mit der Steuerung schnell gelangweilt sein, sie ist sehr einfach. Vor allem zu Beginn, wenn nur 3 Fallen aneinander gereiht werden können. Je mehr Möglichkeiten das Spiel später bietet, desto besser wird’s. Das grosse Manko liegt in der Story selbst. Obwohl die Feinde mit allerlei Infos geschmückt daherkommen, ist die Programmierung meist genau das Gegenteil und künstliche Intelligenz total nicht vorhanden. Entweder die Feinde sind fast unverwundbare Superhelden, ober Bauerntölpel die nur von links nach rechts rennen und warten, bis die nächste Falle zuschnappt.

Fazit: Der Unterhaltungswert ist bei «Deception IV: The Nightmare Princess» gross, der Schwierigkeitsgrad dafür klein. Wer ein anspruchsvolles Spiel mit kniffligen Kampf-Szenen und eindrücklicher Story sucht wird enttäuscht sein. Spass machen tut’s umso mehr, wenn man sich einfach auf die bizarre Story einlässt und ein Spiel so geniesst, wie es eben genossen werden soll: ohne grosses Nachdenken, mit vielen Effekten und relativ schnellem Weiterkommen.