This War of Mine: The Little Ones


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This War of Mine: The Little Ones

(original title)

Reviews > Games > This War of Mine: The Little Ones

Genre: | Drama, Crime, | 29 January 2016

Mazeplace Rating: 3.0
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Krieg ist für uns Schweizer etwas, mit dem wir nur selten direkt in Berührung kommen. Der natürliche Instinkt des Menschen ist es allerdings vor Katastrophen zu fliehen und nicht selten die Augen vor dem zu verschliessen, was ungemütlich ist. «This War of Mine: The Little Ones» lässt den Spieler nun teilhaben. Als Zivilist im Kriegsgebiet – will man das als Spieler wirklich?

This War Of Mine: The Little Ones zeigt die bitteren Nöte des Überlebens im Krieg aus einer völlig neuen Perspektive. Das Spiel zeigt nicht nur die harsche Realität, sondern weist auch darauf hin, dass Kinder selbst im Krieg Kinder bleiben - sie lachen, weinen, spielen und sehen die Welt mit anderen Augen. Du musst über das nackte Überleben nachdenken.

Und Dich in die Rolle der Kinder versetzen, um sie besser verstehen und beschützen zu können. Erlebe Krieg aus einer vollkommen neuen Perspektive: Du bist kein Elite-Soldat, sondern kämpfst ums nackte Überleben. Als Teil einer Gruppe von Zivilisten heisst es, die tödliche Belagerung einer Stadt zu überstehen.

«This War of Mine» wurde eigentlich für den PC entwickelt und jetzt mit zusätzlichen Features auf Konsolen zugeschnitten. Weiss man von diesem Hintergrund erkennt man ziemlich schnell ein Muster in der Steuerung. Denn mit der Maus ist das Spiel wahrscheinlich leichter zu bedienen, als mit den Joysticks und Pads der PS4. Der Zusatz ist «The Little Ones». Das heisst, zum ersten Mal können auch Kinder in das Kriegs-Szenario integriert werden.

Nun, inhaltlich ist es eines dieser Spiele, von denen man sich als Spieler erst einmal die Frage stellen muss, möchte ich das wirklich. Man versucht als Mitwirkender Zivilisten zu schützen in einem Kriegsgebiet. Das ist je nach Gefühlszustand emotional aufwühlend. Gerade wenn Kinder mit im Spiel sind.

Man fühlt sich beängstigend schnell wohl in «This War of Mine». Je nach Szenario versetzt man sich in einen gewissen Alltagstrott, weiss, wie man zu welchen Mitteln kommt und wird nur in unachtsamen Momenten überrascht. Leider ist die Wahl der Szenarien auch gleichzeitig das grosse Manko des Spiels. Ein Kriegsgebiet solle authentisch bleiben, was nur möglich ist, wenn man als Spieler überrascht wird und nicht die Intensitätsstufen und Möglichkeiten einstellen und abschätzen kann. Wer also sein eigenes Szenario zusammenstellt wird ziemlich schnell merken, dass im Hinterkopf immer die Tatsache pocht, dass es sich ja sowieso nur um ein Spiel handelt.

Die Authentizität leidet auch unter der Tatsache, dass nur die Erwachsenen sterben können. Zugegeben, es soll die Kinder schützen. Aber in Kriegsgebieten wird es leider auch nicht so ablaufen, dass die Kinder an einen geschützten Ort weggebracht werden, sobald man sich zu wenig gut um sie kümmert. Hier dringt das Dilemma der Macher von «This War of Mine» durch: Welche Elemente opfern sie, um dem Spieler mehr Freiheit und Möglichkeiten zu garantieren.

Fazit: Am Ende des Tages, oder des Spiels, ist man als Spieler in einer Welt angelangt, die sonst kein Game auf diese Weise wider gibt. Es ist eine neue, spezielle Art zu spielen und man fühlt sich je nach eigenem Charakter anders in «This War of Mine» involviert. Sicher macht es einem mal wieder klar, wie gut man es eigentlich in der eigenen Stube hat – während man am trockenen, mit einem Dach über dem Kopf ein Game spielt, in dem Leute wie du und ich ums nackte Überleben kämpfen.