Murdered: Soul Suspect


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Murdered: Soul Suspect

(original title)

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Genre: | | 06 June 2014

Mazeplace Rating: 3.0
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Ein faszinierender Trailer reicht manchmal aus, die
Aufmerksamkeit einer zukünftigen Fangemeinde auf sich zu ziehen. «Murdered:
Soul Suspect» bietet schlussendlich zwar nur ein mittelmässiges Spielvergnügen,
hat dank fantastischen visuellen Effekten und einer coolen Hauptfigur alles,
wofür schnelllebige Unterhaltung steht.
Löse den schwierigsten aller Mordfälle, deinen eigenen!
Schockiert, sich im Jenseits wiederzufinden, ist Ronan OConnors einzige
Möglichkeit die Dimension der Dämmerung zu verlassen, die Wahrheit über seinen
Mörder ans Licht zu bringen, ihn zu finden und mithilfe der neu entdeckten
übernatürlich Fähigkeiten seiner gerechten Strafe zuzuführen. Dank seiner neu
entdeckten übernatürlichen Fähigkeiten hat Ronan viele Freiheiten, die Stadt
Salem in Massachusetts zu erkunden. Ohne Möglichkeit mit den Ermittlern in
seinem Mordfall zu kommunizieren, muss Ronan die Gedanken der Lebenden lesen,
um ihre Empfindungen und Taten zu beeinflussen. In seinen Nachforschungen
erfragt Ronan Informationen von den Geistern aus Salems Vergangenheit, um der
Lösung des Rätsels näher zu kommen, und wehrt sich gegen Dämonen, die nach
seiner Seele trachten und zwischen ihm und der schockierenden Wahrheit über
seinen Tod stehen.
Die wichtigsten Punkte für einen soliden Start erfüllt
«Murdered: Soul Suspect». Eine spannende Hauptfigur, die aus noch unbekannten
Gründen gleich in den ersten fünf Minuten des Spiels umgebracht wird und einen
dadurch mysteriösen Mordfall, den es zu lösen gibt. Leider kann das Spiel den
Level nicht halten – denn die Story legt sich schnell selbst einen Stein in den
Weg. Denn obwohl man am Anfang noch sehr neugierig ist, wie und warum die
Hauptfigur diesen schnellen Tod ereilte, wird es schnell mühsam. Die Hinweise
im Spiel erscheinen nicht alle auf einmal, einige werden erst durch andere
freigeschaltet und man verbringt viel Zeit damit bereits besuchte Gebiete
erneut aufzusuchen, nur um den weiteren Verlauf der Story freizuschalten. Und
schlussendlich gibt es eigentlich gar nicht allzu viel zu lösen. Das heisst der
Aha- oder Wow-Effekt bleibt aus.
Optisch nutz das Game die Bandbreite der neuen Konsolen
richtig aus. Das sogenannte Afterlife, in dem sich Ronan befindet bietet
genügend visuelle Überraschungen. Weniger unterhaltsam sind die eingebauten
Zweikampfszenen – die sich aufgrund fehlender Lebenskraft nur auf der
Geisterebene abspielen können – mit Dämonen. Nach dem zweiten, vielleicht auch
dritten Mal wird die ganze Sache eintönig. Viel Spielraum bleibt nicht für
Tricks, erledigen muss man die Gegner trotzdem immer auf dieselbe Art. Die
Schlussfolgerung daraus ist, dass es sich hier um Füller handelt, die man ins
Spiel eingebaut hat, um den Kampfaspekt einzubringen.
Fazit: Wenn es um Unterhaltung geht, dann kann «Murdered:
Soul Suspect» punkten. Auch visuell ist das Spiel gut bestückt. Leider ist
Aussehen nicht alles und nach dem ersten Hype folgt auch schnell die Routine
und eine enttäuschende dazu.