John Wick: Chapter 2


The Crew


Director:
Chad Stahelski

Writers:
Derek Kolstad, Derek Kolstad (based on characters created by)

Cast:
Keanu Reeves, Ian McShane, Bridget Moynahan, Laurence Fishburne, John Leguizamo


John Wick 2

(original title)

Reviews > Movies > John Wick: Chapter 2

122 min | Action, Triller, | 16 February 2017

Mazeplace Rating: 3.0
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«John Wick: Chapter Two» setzt dort an, wo der Vorgängerfilm aufhörte. Im nächsten Kapitel des Überraschungserfolgs von 2014 ist der legendäre Auftragskiller John Wick (Keanu Reeves) erneut gezwungen, aus dem Ruhestand zurückzukehren, als ein ehemaliger Partner die Kontrolle über eine finstere Vereinigung internationaler Attentäter übernehmen will. Durch einen Blutschwur daran gebunden, ihm zu helfen, reist John nach Rom, wo er es mit einigen der tödlichsten Killern der Welt aufnehmen muss.

Nachdem er gnadenlose Rache an den Kriminellen genommen hat, die seinen Hund getötet haben, erhält Profikiller John Wick seinen geliebten 1969er Mustang von den russischen Gangstern, die ihn gestohlen haben, zurück – nur um sofort in eine spektakuläre Verfolgungsjagd durch die überfüllten Strassen New Yorks verwickelt zu werden. Bei seiner Rückkehr nach Hause werden Johns Pläne, endlich ein friedliches Zivilleben aufzunehmen, jäh durchkreuzt, als der italienische Gangster Santino D’Antonio (Riccardo Scamarcio) an seine Tür klopft – mit einem goldenen Schuldschein in der Hand, der John verpflichtet, sich für frühere Gefallen zu revanchieren. Auf Anordnung von Winston (Ian McShane), dem Kopf der geheimen Killervereinigung des Continental, den uralten Kodex der Organisation zu respektieren, akzeptiert John widerwillig den Auftrag, Santinos eigene Schwester Gianna (Claudia Gerini) auszuschalten, die ruchlose Anführerin des italienischen Camorra-Syndikats.

John reist nach Rom, checkt im dortigen Hauptquartier Il Continentale ein, bewaffnet sich bis an die Zähne und schiesst sich den Weg durch die schwere Camorra-Security frei, um Gianna in ihrem Schlafzimmer zu töten. Nachdem er Dutzende toter Handlanger angehäuft hat, flieht John aus Rom, verfolgt von den hochkarätigen Camorra-Killern Cassian (Common) und Ares (Ruby Rose). Zurück in New York muss er feststellen, dass Santino sein Zuhause bis auf die Grundmauern niedergebrannt hat. Er bittet den mysteriösen Bowery King (Laurence Fishburne) und dessen finstere Truppen um Hilfe und startet mit brasilianischem Jiu Jitsu, Glock-Handfeuerwaffen und sogar Stiften einen Rachefeldzug gegen die, die ihn hintergangen haben. Inmitten des Massakers findet John die Kraft, die er braucht, um sich über den Killer-Kodex hinwegzusetzen – doch schafft er es, sich seine Menschlichkeit zu behalten?

Was bei vielen Videogames auffällt, ist, dass die Story nur ein Mittel zum Zweck ist um von Ort zu Ort zu ziehen und reihenweise Gegner abzuknallen. Doch letztlich ist es ja ein Spiel – und Spiele brauchen nicht unbedingt eine Handlung um Spass zu machen. Bei einem Film verhält es sich allerdings etwas anders, hier sollte vor allem die Handlung für Spannung sorgen und nicht bloss die Action. «John Wick: Chapter Two» ist dies aber offenbar egal, der Film kommt mit einer bemerkenswert dünnen Story aus und beschränkt sich zwei Stunden lang fast nur aufs Prügeln, Schiessen und Autos verschrotten. Dies alles ist zumindest gut gemacht, die Effekte überzeugen. Zwar wurde auch viel mit dem Computer getrickst, aber man merkt es nie. Und wenngleich Keanu Reeves actionmässig kein Jason Statham ist, so muss man doch den Hut ziehen vor seiner physischen Leistung.

Der mittlerweile 53jährige Schauspieler hat kaum eine Minute Pause und der scheinbar unkaputtbare John Wick hüpft von einer Schlägerei zur nächsten. Solche Dreharbeiten sind mit Sicherheit kein Zuckerschlecken und es ist anzunehmen, dass Reeves dafür ausreichend entlöhnt wurde. Dennoch ermüden die Schiessereien und die endlose Gewalt, wenn schon nicht John Wick, dann doch zumindest den Zuschauer. Eine halbe Stunde weniger hätt’s auch getan, weniger Handlung geht ohnehin nicht.

Fazit: Action ja, Handlung naja… «John Wick: Chapter Two» ist vor allem eine Orgie der Gewalt, der Bodycount setzt neue Massstäbe, fast wähnt man sich als Zuschauer in einem Shooter-Game, bei dem es darum geht, so viele Gegner in so kurzer Zeit wie möglich zu erledigen. Das ist eine Weile lang ganz unterhaltsam, bald jedoch hat man’s gesehen. Doch: ein dritter Teil wird uns am Ende bereits angedroht.
Length:
122 min

Age:
16+

Director:
Chad Stahelski

Writers:
Derek Kolstad, Derek Kolstad (based on characters created by)

Cast:
Keanu Reeves, Ian McShane, Bridget Moynahan, Laurence Fishburne, John Leguizamo