Madonna: Rebel Heart


Album details


Tracklist:
01 Living for Love
02 Devil Pray
03 Ghosttown
04 Unapologetic Bitch
05 Illuminati
06 Bitch I'm Madonna feat. Nicky Minaj
07 Hold Tight
08 Joan of Arc
09 Iconic
10 HeartBreakCity
11 Body Shop
12 Holy Water
13 Inside Out
14 Wash All over me


Madonna: Rebel Heart

Reviews > Music > Madonna: Rebel Heart

65 min | Pop, Rock, 06 March 2015

Mazeplace Rating: 3.0
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3.0

Muss die Queen of Pop mit ihren bald 60 Jahren überhaupt noch Alben produzieren, um der Musikwelt zu gefallen und ihren Lebensunterhalt zu bestreiten? Nein – dafür hat sie aber Zeit sich mit Alben wie dem jüngsten Streich «Rebel Heart» zu beschäftigen. Eine Platte, die so gar nichts spannendes und neues an sich hat, der Queen aber offensichtlich sehr viel Spass macht.

Wahrscheinlich könnte Madonna auch mit Munderfrischer Schlaflieder Gurgeln, ihre Fans würden es ihr mit Kreischkonzerten danken und in kürzester Zeit hätte die Queen die Spitze der Charts für sich erobert. Madonna ist eine Institution, eine Königin und eine Marke mit eignem Imperium, wohlverdient aufgebaut über die Jahre und sorgfältig gepflegt. Damit die Mama aber nicht nur dem Yoga frönt oder sich dank Affären mit jüngeren Männern auf den Cover der Klatschpresse sieht, macht sie zwischendurch Musik. Und die macht sie auf ihre Art immer wieder gut.

Seit Madonna 2005 mit ihrem Album «Confessions on a Dancefloor» mit Dance-Pop ihre Fangemeinde überraschte und wochenlang in den Charts weilte, war es verhältnismässig ruhig um die Queen of Pop. Zwar waren auch die Nachfolger «Hard Candy» und «MDNA» auf der ganzen Welt auf den obersten Rängen der Charts vertreten, vor allem deshalb aber, weil die Sängerin diesen Status der Superlative erreicht hat, den sie sich über 30 Jahre aufgebaut hat. «Rebel Heart» reiht sich tadellos dahinter ein. Wieder werden stilistisch neue Wege eingeschlagen und dank Zusammenarbeiten mit den grossen Namen aus dem Musikbusiness auch allesamt hörbar. Darum geht es schlussendlich aber nicht. Madonna verfälscht sich und ihre Marke mehr und mehr selber. Elektronische Beats geben den Takt an für die 14 Tracks und man erkennt als Hörer sehr schnell, dass man hier dem Mainstreampublikum gefallen möchte und sich dabei am besten hinter die momentanen Chartstürmer einreiht.

Fazit: Madonna hat es eigentlich nicht nötig sich so zu verfälschen. Ein Star ihrer Grösse kann sich musikalisch in eine wirklich eigene und gewollte Richtung entwickeln. Fakt ist, es scheint ihr so aber Spass zu machen und den Fans gefällt sowieso alles, was ihre Königin zum Besten gibt.