Queensberry: Chapter 3


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Queensberry: Chapter 3

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22 June 2012

Mazeplace Rating: 3.0
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Queensberry zum Dritten. Das einstige Popstars-Siegerquartett
ist mittlerweile zum Trio geworden, nur noch zwei der Damen sind ursprüngliche
Gründungsmitglieder und das dritte Album, das sich dem Pop-Electro-Hype
anschliessen möchte nur ein müder Versuch eine längst verblasste Karriere
aufleben zu lassen.

Man hats nicht leicht als Gewinner einer Casting-Show. Nur
wenige schaffen den Absprung in eine unabhängige Karriere ohne Altlasten.
Queensberry gingen 2008 als die Siegerinnen der bereits siebten Staffel der
Pro-Sieben Castingshow Popstars hervor, gekrönt vom erst einmal typischen
Erfolg des ersten Albums, das sich in Deutschland in die Top 10 vorarbeitete.
Bereits das Folgealbum interessierte kaum noch jemanden und 2010 stiegen zwei
der Gründungsmitglieder aus der Band aus. Von den beiden Nachfolgerinnen hat bis
2012 nur eine durchgehalten. Aus dem ursprünglichen Quintett ist ein Trio
geworden. 2011 wurde das neue Album mit der Teilnahme an der VOX Reality-Dok
«Auf und davon – mein Auslandtagebuch» angekurbelt. Die Sendung verfolgte die Reise
der Girls nach Los Angeles, wo sie eigentlich ihre Karriere in den Staaten
dingfest machen wollten. Gewisser Erfolg ist ihnen nicht verwehrt, sie sind das
Gesicht der amerikanischen Make-Up Marke L.A. Girl, sind fast pausenlos auf
Tournee, beliebt bei den Teenies und veröffentlichen jetzt ihr neustes Album.






Das dritte Studioalbum heisst passend «Chapter 3», hat ohne
Interludes 13 Tracks zu bieten und ist eine mittlere Katastrophe. Erstes
grosses Problem ist die Tatsache, dass die Girls sich mit ihrer englischen
Aussprache arg schwer tun. Vor allem in den Interludes bekommt der Hörer dies
deutlich zu hören, Fremdschämen ist angesagt. Und nicht nur aufgrund dessen,
auch der verzweifelte Versuch den Queensberry-Zug auf die Electro-Pop-Schiene
zu steuern scheitert. Glamourös soll es sein, wirkt dabei aber infantil, was
wahrscheinlich auch aus der jungen Zielgruppe der Partner und Sponsoren
resultiert. Die Songs handeln von Teenieproblemen, die Beats sind abgekupfert
und veraltet.






Fazit: Obwohl die erste Single «Timeless» ganz vielversprechend
war, hat sich die Befürchtung bewahrheitet, dass Queensberry zu stark von
Produzenten und Werbepartnern abhängig ist, welche die Girls in ein Schema
pressen. Die eigene Meinung geht unter, genauso wie dieses Album.