The X Files (2016)


The crew


Director:

Writers:
Chris Carter

Cast:
David Duchovny, Gillian Anderson

Season:
10

Year:
2016


Akte X: Die neuen Fälle

(original title)

Reviews > TV Series > The X Files (2016)

246 min | SciFi, Fantasy, | 23 June 2016

Mazeplace Rating: 3.5
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Author:
Age: 16

Fast 14 Jahre nach der Original-Serie schlägt Akte X-Erfinder und -Produzent, Chris Carter mit einer Sechs-Episoden-Mini-Serie ein neues Kapitel auf. Neben David Duchovny und Gillian Anderson, die erneut die weltbekannten FBI-Agenten Fox Mulder und Dana Scully verkörpern, trifft man auf viele weitere bekannte und beliebte Gesichter (wie z.B. den Krebskandidaten oder Walter Skinner). Durch die Rückkehr der mit Emmys und Golden Globes ausgezeichneten Kultserie wird dieses Phänomen der Popkultur, das massgeblich spätere TV-Serien beeinflusst hat, zu einer der am längsten laufenden Science-Fiction-Serien der TV-Geschichte.

Eine Kultserie, noch dazu… Der Reichtum an Einfällen von Serienschöpfer Chris Carter und seinem Team schien unerschöpflich. Dann aber kam der 11. September 2001 und die Nation wollte an ihre Regierung glauben, anstatt an Verschwörungstheorien. Nach dem recht erfolgreichen ersten Kinofilm 1998 «The X Files» folgte 2008 der zweite Kinofilm «The X Files: I want to believe» - geriet zum Flop.

Das Thema eines weiteren Kinofilm war somit vom Tisch, im Fernsehen war die Serie schon lange ausgelaufen… Die Franchise schien am Ende. Doch nun wagen der TV Sender Fox und Chris Carter einen neuen Versuch. Allen war jedoch klar, dass es keine ausgedehnte Staffel von 24 Folgen werden sollte. So war diese Miniserie denn ein guter Kompromiss zwischen TV-Serie und Spielfilm.

Auch heuer werden ein paar Fäden aus vergangenen Zeiten wieder aufgenommen, gibt es viele Antworten zu offenen Fragen aus früheren Staffeln. Vor allem der, ob Mulder und Scully nach dem zweiten Kinofilm immer noch ein Paar sind. Sind sie nicht. Aber sie stehen sich immer noch sehr nahe. Für Gesprächsstoff wird sicherlich auch die Folge «Babylon» sorgen, in der zwei junge muslimische Selbstmordattentäter eine Kunstgalerie in die Luft jagen.

Serienschöpfer Chris Carter, der in dieser Folge auch Regie führt, bemüht sich zwar, das heikle Thema differenziert anzugehen und nicht in die Rassismus-Falle zu tappen, einige Fans werden aber dennoch die Nase rümpfen und sich fragen, was dieser Fall mit Akte X zu tun hat. Immerhin gibt es aber auch in dieser Season wieder eine höchst vergnügliche Comedy-Folge, in der es um eine Wer-Echse (also quasi ein Werwolf als Echse) geht.

Diese zehnte Staffel hebt sich also insofern von den übrigen Staffeln ab, als dass sie lediglich 6 anstatt 22 Folgen hat, somit ist sie eher ein Zückerli für langjährige Fans als eine wirkliche Fortsetzung der Serie. Um das Verhältnis zwischen Mulder und Scully eingehend zu vertiefen oder einen grossen Bogen zu spannen, fehlt die Zeit. Ansonsten hat die Show nichts von ihrer Qualität eingebüsst.

Allerdings muss man auch sagen, das Akte X in einer Zeit gross geworden ist, in der Serien wie «Beverly Hills 90210», «Baywatch» oder «Melrose Place» die Messlatte eher tief legten. Gemessen an der heutigen Qualität von TV-Serien vermögen die «X Files» nicht mehr ganz so obenauf zu schwimmen wie damals.

Fazit: This one’s for the fans. Wer die Show bislang nicht kannte, wird die 10. (Mini-)staffel wohl nicht im gleichen Masse geniessen können, aber vielleicht ist sie für die neue Generation ein Anreiz, sich die alten Staffeln mal anzuschauen. Technisch und inhaltlich ist die Serie nach wie vor qualitativ hochstehend. Und das sehr offene Ende der Staffel lässt vermuten, dass es vielleicht noch lange nicht vorbei ist mit den beiden FBI-Agenten.